• 2004 - 2010 
  • Studium der Humanmedizin an der Universität Florenz, Italien Austauschjahr an der Charité Universitätsmedizin Berlin, Deutschland Austauschsemester am Universitätsklinikum in Göttingen, Deutschland Abschluss mit Auszeichnung «Summa cum Laude» 
  • 2011 – 2014 
  • Facharztausbildung als Internist am Kreiskrankenhaus Gummersbach in Nordrhein-Westfalen, Deutschland 
  • 2014 – 2016 
  • Facharztausbildung am Städtischen Klinikum Solingen, Deutschland Abschluss der Facharztausbildung zum Internisten Zudem bestandene Prüfung der Notfallmedizin 
  • 2014 – 2017 
  • Weiterbildung "Traditionelle indische Medizin" an der Universität zu Essen, Deutschland Zwei Praktika am University Hospital Arya Vaydia Sala in Kottakkal, Bundesstaat Kerala, Indien 
  • 2017 – 2019 
  • Tätigkeit als Allgemeinmediziner in einer Gemeinschaftspraxis in Schübelbach, Schweiz 
  • 2019 
  • Eintritt als Hausarzt in die Praxis Fabris und Knoll in Schattdorf, Schweiz 

Die ersten Lebensjahre in Italien und Indien
Im Januar 1984 wurde ich in Italien geboren. Mein Geburtsort Thiene liegt in der Provinz Vincenza rund 80 Kilometer nordwestlich von Venedig. Schon sehr früh kam ich mit der indischen Heilmethode Ayurveda in Berührung, vorerst allerdings als Patient. Mein Vater war ein Händler. Seine Geschäfte führten ihn bis nach Indien, wohin wir ihn als Familie begleiteten. In Kaschmir, dem nördlichsten Bundesstaat Indiens, liessen wir uns nieder. Dort gab es zu dieser Zeit weit und breit keinen Schulmediziner. So kam es, dass wir gesundheitliche Probleme durch Ayurveda-Ärzte behandeln liessen.

 

In Italien
Kurz bevor ich ans Gymnasium kam, zog meine Familie auf die Insel Elba. Die italienische Insel erreichte Bekanntheit, weil Napoleon Bonaparte im Jahre 1814 dort 100 Tage im Exil verbrachte. Das Leben in dieser traumhaften, ruhigen Umgebung hat mich geprägt. Auf Elba ist die Kraft der Natur überwältigend.

Im Jahr 2003 begann ich mit dem Studium der Molekularbiologie an der Universität von Pisa. Nach einem Jahr entschloss ich mich jedoch zu einem Fachwechsel. 2004 bewarb ich mich an der medizinischen Fakultät der Universität Florenz. Nur 200 der rund 1100 Bewerber überstanden die stramme Selektion mit nervenzehrenden, mehrstündigen Prüfungen. Ich war einer davon.

Sechs Jahre dauerte das humanmedizinische Studium in Florenz. Parallel dazu studierte ich Ayurveda am «Istituto Italiano di Ayurveda». Mit viel Engagement gründeten wir damals die Ayurveda International Academy in Florenz.

 

Ein Zwischenjahr in Berlin
2007 gewann ich ein EU-Stipendium für Austauschstudenten. An der «Charité – Universitätsmedizin Berlin» welche zur «Humboldt-Universität zu Berlin» gehört, durfte ich ein ganzes Jahr studieren. Die Arbeit in Deutschland hat mir sehr gut gefallen. Kaum zurück in Florenz bewarb ich mich 2008 erneut für ein EU-Arbeitsprogramm. So kam es, dass ich sechs Monate meines praktischen Jahres am Universitätsklinikum in Göttigen, Deutschland arbeiten konnte.

Im Jahr 2010 schloss ich mein Studium in Florenz ab. Ich schrieb eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Krebs und Genetik in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Biologie. Dieses Forschungsprojekt lieferte interessante Erkenntnisse, welche in zwei wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert wurde. Meine Dissertation wurde mit «Summa cum Laude», der höchsten Auszeichnung bei der Doktorprüfung, ausgezeichnet.

 

Die Facharztausbildung in Deutschland
2011 bis 2014 absolvierte ich die ersten drei Jahre der Facharztausbildung als Internist am Kreiskrankenhaus Gummersbach in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Während der strukturierten Grundausbildung, dem «Common Trunk», arbeitete ich mehrere Monate auf der Normalstation, in der Notaufnahme und in der Intensivstation. In diesen drei Jahren konnte ich mir unter der Leitung der Chefärzte PD Dr. med. R. Hoffmann und Prof. Dr. med. M. Sieber eine solide Basis in den Fächern Gastroenterologie, Endokrinologie und Onkologie aneignen.

2014, nach dem Abschluss meiner Grundausbildung, wechselte ich in das Städtische Klinikum Solingen. Dort arbeitete ich an der Klinik für Kardiologie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Hoffmeister. In Solingen betreuten wir die Normalstation, das Katheterlabor, die internistische Notaufnahme und die internistische Intensivstation.

Während dieser Zeit arbeitete ich im Rahmen meiner Ausbildung ausserdem in der Klinik für Nephrologie unter der Leitung von Prof. Dr. med. PJ Heering sowie für die Gastroenterologie und Hämatoonkologie unter der Leitung von Prof. Dr. med. B. Pfaffenbach.

Weiter nahm ich am Notfalldienst der Berufsfeuerwehr in Solingen teil. Erst als Assistent, später als Notarzt unter der ärztlichen Leitung von Dr. med. R. Dornbusch. 2016 bestand ich die Prüfung für der Notfallmedizin bei der Ärztekammer Nordrhein. Kurz darauf bestand ich auch die Facharztprüfung zum Internisten (dem Facharzt für Innere Medizin).

Für mich persönlich war das wichtigste Ereignis am Rhein jedoch die Begegnung mit Lisa. Die hübsche Schwedin durfte ich einige Jahre später zum Altar führen.

 

Zur Ayurveda-Weiterbildung nach Indien
Bereits während meiner Ausbildung in Solingen begann ich eine dreijährige Weiterbildung zum Thema "Traditionelle indische Medizin" an der Universität zu Essen. Im Rahmen dieser Weiterbildung absolvierte ich zwei je dreiwöchige Praktika am University Hospital Arya Vaydia Sala in Kottakkal, Bundesstaat Kerala in Indien. Die Weiterbildung habe ich im Februar 2017 erfolgreich abgeschlossen.

Noch in Oktober 2016, während meiner ersten Woche im Krankenhaus in Kerala, weckte ein Inserat bezüglich einer Arbeitsstelle als Hausarzt in der Schweiz meine Aufmerksamkeit.

 

Leben und arbeiten in den Schweizer Alpen
Das Inserat klang verlockend. Nach einem positivem Bewerbungsgespräch in einer grossen Gemeinschaftspraxis in Schübelbach, nahe dem Zürichsee, nahm ich im 2017 dort meine Arbeit auf. In den knapp zwei Jahren, die ich dort verbrachte, wurde ich mit den Aufgaben der Allgemeinmedizin vor allem mit Kleinchirurgie, Kindermedizin und Frauenheilkunde vertraut. Die Arbeit gefiel mir gut und so begann ich, nach einer langfristigen Arbeitsstelle in einer möglichst kleinen Praxis mit grossem Gestaltungsfreiraum Ausschau zu halten.

Als ich Dr. Knoll kennenlernte, wusste ich sofort, dass unsere Arbeits- und Denkweise gut zueinander passen würde. Seine Praxis kam mir familiär und diskret vor, sein Umgang mit den Patienten sehr freundlich und professionell.

Seit Anfang 2019 arbeite ich nun in unserer Praxis als Hausarzt. Ich geniesse den atemberaubenden Blick auf die Berge und das fantastische Wechselspiel der Farben des Vierwaldstättersees. Die Schweizer Landschaft ist einfach magisch.

 

Wenn Sie mehr über unsere Geschichte lesen möchten:

https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/uri/weltenbummler-zieht-es-nach-uri-ld.1141108